Unter dem Deckmantel „Red Bull Backyard Digger“ gehörte die Gemeinde Heeze Leende zu den glücklichen Gemeinden, in denen Red Bull eine Lehm-Fahrrad-Cross-Strecke, auch Dirt Track genannt, angelegt hat. Diese Strecke wurde mit einheimischen BMX-Fahrern gebaut und enthielt hohe Unebenheiten und Sprünge. Die Wartung wurde von den Fahrern selbst organisiert und war auch deshalb ein großer Erfolg bei den Bewohnern. Die Initiatoren wurden älter, zogen von der Gemeinde weg und die Strecke verfiel leider. Urban Sports ist auch in Heeze Leende auf dem Vormarsch, und nachdem die Eislaufbahn in Heeze renoviert wurde, entstand während der Corona-Zeit die Idee, den Radweg am Loofvennen wiederzubeleben.

Die Kinder aus Leende waren begeistert, die Eltern erinnern sich an die guten alten Zeiten auf dem Radweg, es war ein wunderschöner Ort und es gab immer noch jede Menge Lehm. Grund genug, mit einer Sanierung zu beginnen. Die erforderliche Finanzierung wurde durch die Einreichung eines Antrags beim nationalen Projekt Jeugd aan Zet sichergestellt. Mit diesem Förderprogramm – maximal 10.000 Euro – könnten kleine Kommunen jungen Menschen durch die Corona-Krise helfen. 

Gemeinsam mit den Kindern der 6. Gruppe der örtlichen Grundschule wurden verschiedene Gestaltungen der Strecke gezeichnet, die eher einem PumpTrack ähneln und für eine breitere Zielgruppe interessanter sind. Anschließend krempelten Eltern, Kinder und unsere Bauherren drei Tage lang die Ärmel hoch, um den Entwurf umzusetzen. Schön zu sehen, dass die Fahrer von damals dabei waren, um sicherzustellen, dass ihre Kinder nun auf der Strecke fahren können.

Das Ziel? Entliehen, um die BMX-Zeiten vergangener Zeiten wieder aufleben zu lassen. Die Kinder können die Strecke nicht nur nutzen, sondern werden auch dazu ermutigt, sich für die Strecke verantwortlich zu fühlen. „Wer überqueren will, muss auch bei der Instandhaltung mithelfen.“ Dadurch bleibt der Parcours gut gepflegt und ist für jedermann frei zugänglich. Die Jugendarbeit begleitet die Jugendlichen, erarbeitet gemeinsam einen Instandhaltungsplan und organisiert sogenannte Buddeltage. 

Und die BMX-Zeit von gestern findet man an mehreren Stellen im Dorf wieder. Als Junge fuhr Bas de Haas einst mit dem Rad auf der Red-Bull-Strecke. Er fing an, an Fahrrädern zu basteln und aus seinem Hobby entwickelte sich schließlich der Fahrradladen King Cycle in Leende. Kinder können hier wieder ihr erstes BMX-Fahrrad abholen und Bas ist auch an der Realisierung des PumpTracks beteiligt. Er berät zum Beispiel, wo es möglich ist, und hat kürzlich Bänke geschaffen, damit Eltern ihren Nachwuchs beobachten können. 

Die Wünsche für die Zukunft? Organisation einer offiziellen Eröffnung mit Demos, da diese Corona-bedingt noch nicht stattgefunden hat. Aber auch viele Bike & BBQ-Tage, entspanntes Radfahren und gemeinsames Essen. In Zukunft hoffen sie auch, einen Wasserhahn für durstige Jugendliche zu bauen, aber das ultimative Ziel ist ein Asphalt-PumpTrack, damit auch Skater und Stepper aus Leende die Strecke nutzen können.

Einer dieser Stepper, die unbedingt auf den PumpTrack treten würden, ist Jesse Bust. Jesse ist 15 Jahre alt, kommt aus Geldrop und ist oft im Urban Sportpark in Eindhoven und auf der Eisbahn in Heeze anzutreffen. Auf der Eislaufbahn in Heeze gibt es viele Stepper, die einzige in der unmittelbaren Umgebung. Es herrscht eine angenehme Atmosphäre und er empfiehlt jedem einen Besuch hier. Aber es wäre toll, wenn auch Stepper und Skater einen PumpTrack in der Nähe ihres Zuhauses nutzen könnten und nicht nach Eindhoven reisen müssten. Dadurch können auch jüngere Kinder den PumpTrack erleben, er unterscheidet sich aber auch stark vom Tretrollerfahren auf einer Skating-Strecke. Denn wie cool ist es, wenn man auf dem PumpTrack hohe Geschwindigkeiten erreichen und dies mit dem Erlernen neuer Tricks kombinieren kann? Neue Herausforderungen, aber auch ein echtes Training. Durch die Pflasterung der Strecke und die Organisation von Werbung rund um die Strecke ist sich Jesse sicher, dass sie zum Treffpunkt junger Menschen in Leende wird.